Samstag, 24. Juni 2017

Bauchgefühle zum baby bat I

Ach mein liebes kleines Überraschungsbaby! Noch kann ich dich ja nicht treten fühlen. Aber dein Papa legt oft seine Hand auf meinen Bauch und zusammen fühlen wir nach dir. Und so haben wir gemeinsam und habe ich für mich ein paar Ahnungen, einfach Bauchgefühle, über dich. Ich bin gespannt, inwieweit sich diese später bewahrheiten werden - oder eben auch nicht.

 

Die Hebamme hat errechnet, dass du am 16.1. Termin hast. Laut dem ersten Ultraschall kämen wir auf den 7.1. Ich sage du bist am 12.1. spätestens soweit.

 

Du bist ein Mädchen. Das sagen dein Papa, deine Oma und ich.

 

Ich glaube deine Haare werden etwas dunkler werden, als die deines Bruders. Vielleicht sogar richtig braun. Dafür aber mit weniger Locken.

 

Du bist stark.

 

Du bist willensstark und wirst früher unabhängig sein. Du wirst als Kleinkind weniger nach unserer ungeteilten Aufmerksamkeit rufen und weniger weinen. Dafür wirst du trotziger und schneller wütend werden, als dein Bruder. Das wird eine ziemliche Herausforderung für uns sein, weil dein Bruder diesbezüglich viel "pflegeleichter" ist.

 

Aber auch körperlich bist du stark. Du bist gesund und kräftig. Du wirst früher laufen und dann bald rennen und klettern. Und dabei weniger ängstlich sein. Du wirst dementsprechend auch den einen oder anderen Unfall haben, dich aber davon nicht zu sehr einschüchtern lassen.

 

Überhaupt wirst du in vielen Dingen ganz anders sein, als dein Bruder. Aber ihr werdet trotzdem - oder gerade deshalb - ein tolles Team werden.

 

Bei deiner Geburt werde ich, glaube ich, hocken. Auf keinen Fall werde ich wieder wie ein Käfer hilflos auf dem Rücken liegen.

 

Und was ich nicht nur denke oder glaube, sondern mit vollkommener Gewissheit weiß: Wir werden dich aus vollstem Herzen lieben und immer für dich da sein.

Sonntag, 18. Juni 2017

Eltern werden als Team?

Meistens sind Paare ja schon ein Weilchen zusammen, wenn sie beschließen, ein Kind zu bekommen. Man ist schon als Team zusammen gewachsen. Und nun wird man nicht nur separat voneinander "Mama" und "Papa", sondern auch im Team Eltern.

Soweit meine Vorstellungen. Bevor wir Eltern waren.

Vielleicht klappt es ja bei manchen Paaren tatsächlich so. Aber diese beneide ich. Denn gerade mit der Elternschaft wurde bei uns das tolle Team, das wir zuvor waren, ziemlich aus dem Gleichgewicht gebracht.

Klar, bei den essenziellen Dingen waren wir uns einig und zogen sozusagen an einem Strang. So Dinge wie "Wochenbett ist zur Erholung da" oder "Nicht schreien lassen!" oder "das Baby wird voll gestillt" hatten wir ja vorher schon durchgesprochen, wo noch Unklarheiten waren gemeinsam recherchiert und einen gemeinsamen Eltern-Kurs festgelegt.

Aber mit so einem Kind tauchen plötzlich noch viel mehr neue Fragen auf. Themen, an die man vorher gar nicht gedacht hatte. Sei es die Einführung der Beikost, ab wie vielen Tagen Verstopfung es Zeit für welches Mittel ist, die Frequenz des Badens oder komplett übermüdet nachts um 2 Uhr die beste Beruhigungstaktik für das weinende Bündel. Und plötzlich ist man viel weniger Paar, als vorher. Und anstatt Hand in Hand in Ruhe eine Lösung zu finden, knurrt man sich an, motzt, meckert und streitet.

Anstatt zu einem Team wird man plötzlich zu Gegnern und Rivalen, die es einander beweisen wollen. Wer es besser kann oder besser weiß.

Klar kommt man aus dieser Haltung auch wieder raus. Zum Beispiel durch einen "gemeinsamen Gegner" (wie ein Virus oder einen Idioten) und dann eine entsprechende Reflexion der vorherigen Situation. Durch Reden und an einem selbst arbeiten. Und manchmal dadurch, dass sich ein Problem einfach von alleine löst oder einer wirklich Recht hatte und der andere es eingesehen hat.

Aber es ist ein Weg, den man erstmal gehen muss. Und der stellenweise echt lang und hart ist.

Nun haben wir ein gutes Stück davon gemeinsam zurück gelegt und sind endlich auch als Eltern zu einem - mal besser und mal schlechter funktionierenden - Team geworden. Ich hoffe sehr, dass das so weiter geht und dass wir das auch als Zweifach-Eltern nicht verlernen. Ich kann es nur hoffen und bereit bleiben, an mir zu arbeiten. Denn selbstverständlich ist es einfach nicht.

Freitag, 16. Juni 2017

Schwangerschaftstagebuch - 11. Woche

10+0
 
Ich bin so müde... Heute war Tag 4 von 6 Tagen Spätschicht bis 23:00 Uhr und ich gehe bald am Stock. Ggf nehme ich mir Morgen einen Tag krank. Mal sehen, wie ich mich am Morgen fühle.
 
10+1
 
Ich habe mich heute tatsächlich krank gemeldet. Und es war die richtige Entscheidung. Ich konnte echt einfach nicht mehr. An sich würde mir das Arbeiten bis 23:00 Uhr ja nichts ausmachen. Aber der kleine Rabe ist ja morgens trotzdem wach und ein bisschen Zeit mit ihm verbringen will ich ja auch. Also stehe ich trotzdem spätestens um 8 Uhr mit ihm auf, nachdem ich schon mindestens eine halbe Stunde wach war. Und arbeiten bis 23:00 Uhr heißt mit viel Glück bettfertig kurz nach Mitternacht und bis ich dann runter gekommen bin und tatsächlich schlafe, ist es frühestens 1:00 Uhr... Und normalerweise könnte ich das schon mal ne Woche durchziehen. Aber halt nicht schwanger. Da muss ich nicht bis zur Belastungsgrenze gehen, denn dann geht es nicht nur um mich.
 
Der Tag Ruhe heute hat echt gut getan. Ich habe mit dem Raben zusammen Mittagsschlaf gehalten und er war total glücklich, dass Mama nicht zur Arbeit gehen musste. Er wollte mich am liebsten gar nicht mehr von seiner Seite lassen, der Süße.
 
10+3
 
Nach einem anstrengenden Arbeitstag war heute frei. Und bis auf das obligatorische Spucken am Morgen, meine Müdigkeit und meinen Heißhunger jetzt gerade auf Chips fühle ich mich körperlich super. Mental bin ich derzeit ein wenig dünnhäutig und schon sowas banales wie die Rücksendung einer falsch gelieferten Katzentoilette macht mich nervös und stresst mich dermaßen, dass ich mir einfach nur eine Decke über den Kopf ziehen und alle Verantwortungen abgeben will. Und die Tatsache, dass ich am Mittwoch bei der - mir völlig unbekannten - Gynäkologin bin (und nicht weiß, wie die so tickt, was sie zu meinem Wunsch, einen Großteil der Vorsorge bei der Hebamme zu machen, ins Geburtshaus zu gehen und die VUs auf ein absolutes Minimum zu beschränken etc so sagen wird - und das alles ungeachtet der Gedanken daran, hoffentlich einen schönen, gleichmäßigen Herzschlag zu sehen, aber dafür keine Garantie zu haben) und danach (wenn eben ein schöner Herzschlag da ist) mit meinen Vorgesetzten sprechen möchte (und auch da nicht mit Sicherheit zu wissen, wie die Reaktion sein wird und ob ich meine Wünsche und Pläne zusammen mit dem Arbeitgeber so realisieren kann) ist dabei nicht unbedingt hilfreich...
 
10+5
 
Ich habe dich heute gesehen, mein kleines Baby bat! Und du hast gewunken und gezappelt und dich versteckt und dein kleines Herz hat ganz fleißig vor sich hin geblubbert. Seitdem möchte ich vor Glück weinen. Etwa 4 cm bist du vom Scheitel bis zum Steiß groß und damit der Woche rechnerisch ein bisschen vorraus. Aber nicht so viel, dass wir deinen ET jetzt noch großartig verschieben werden. Am Montag sehen wir dich gleich wieder. Denn die Schwester hat es irgendwie verömmelt und mich zur Assistenzärztin geschickt, die aber den großen Ultraschall nicht machen kann. Der steht jetzt aber dringend an. Aber das passt schon. Selbst ganz ohne Ultraschall wüsste ich, dass es dir gut geht und du stark bist.
 
10+6
 
Morgen spreche ich mit meinem Teamleiter und erzähle ihm von der Schwangerschaft. Ich weiß noch nicht genau, wie ich anfangen soll, aber das wird schon... Ansonsten geht es mir derzeit wunderbar. Ich nehme jetzt täglich 50mg (also nicht mg, aber mein Handy hat das Zeichen nicht und wie die Einheit heißt fällt mir gerade nicht ein) L-Tyroxin. Die Übelkeit wird ganz langsam etwas besser und die anderen Beschwerden lassen noch auf sich warten. Jetzt kommt langsam das zweite Trimester auf uns zu und ich kann mich (hoffentlich) nochmal 3 Monate so richtig pudelwohl fühlen, bevor Rücken und Symphyse und Sodbrennen und so sich wieder breit machen. :)



Montag, 12. Juni 2017

12 von 12 Juni 2017

12 Bilder vom 12. Des Monats. Das ist 12 von 12. Mehr davon gibt es auf dem Kännchen-Blog.

Nachdem er im Auto und in der S-Bahn spucken musste, war der kleine Rabe im ICE glücklich und kuschelig. 

Zu Hause! ❤

Der Kater freut sich wie wild über unsere Rückkehr. 

Erdbeeren und Pistazien-Eis für mich nach dem Mittagsschlaf. 

Einkaufen 

Während das Haselchen kocht, gehen der kleine Rabe, mein Bauch und ich spazieren. 

Die Nordkirche. Einfach toll, sowas so nah zu haben... 

Der kleine ICE wird noch immer fleißig bespielt (Spoiler: er musste auch mit in die Wanne und ins Bett...) 

Ganz einfaches, aber leckeres Abendessen 

Der Familien-Toilettensitz ist einfach immer positiv 

Gruselige Deko klappt nur so mittel, wenn das Kind auf pinke Zahnbürsten steht... 

Eigentlich wollte ich schauen, ob ich da im Nacken was habe. Und dann wurde das Bild irgendwie cool ^^

Freitag, 9. Juni 2017

Schwangerschaftstagebuch - 10. Woche




9+0

Ich war heute zum ersten Mal bei der Hebamme und ich bin so happy! Ich habe jetzt eine Hebamme für Vorsorge und Wochenbett und - vorausgesetzt natürlich, alles läuft gut und es gibt keinen Grund für ein besseres Risiko - einen Platz für die Geburt im Geburtshaus. Dort ist alles einfach so viel entspannter... Die ganze Atmosphäre fühlt sich nach zu Hause an. Absolut kein Vergleich mit der kühlen, sterilen Klinik. Und - was aus Gründen ganz eindeutig zu meinem persönlichen Wohlbefinden beiträgt - kein Gynäkologen-Stuhl. Denn die sorgen bei mir einfach noch immer instinktiv für einen Fluchtreflex... Stattdessen gibt es Sofas, ein Bett wie aus einem eigenen Schlafzimmer, eine Sprossenwand und einen Geburtspool. Obwohl dieses überall steht, riecht es nicht nach Desinfektionsmittel, sondern ein bisschen nach Kalk und nach Tee. Und anstatt einer Klingel, an der man wehend um Einlass bitten muss, gibt es eine Telefonnummer und ein Team, das immer erreichbar sein wird und bei dem eine echte 1-zu-1-Betreuung ganz wichtig ist. Und neben einer langen Unterhaltung und ganz viel zuhören gab es einen ersten Bluttest und einen Mutterpass für mich. Einen richtigen, echten Mutterpass, der mir ganz offiziell bestätigt, dass ich schwanger bin. Ganz ohne Ultraschall oder sonstwas, sondern auf der Basis, dass ich es weiß (und in der Lage bin, einen Schwangerschaftstest selbst zu machen und richtig zu interpretieren). Außerdem hat sie mich bei den Bluttests gefragt, was ich testen lassen möchte und was nicht. Nach all der Fremdbestimmtheit in Sachen Schwangerschaft, die ich letztendlich in China erlebt habe, bin ich noch ganz geflashed von diesem Maß an Selbstbestimmung... Und hoffe, dass mich das nicht in Zukunft noch überfordern wird. Aber ich bin guter Dinge, dass ich dann auch Unsicherheiten meinerseits einfach ansprechen kann und eine kompetente Beratung bekomme.

9+4

Die liebe Schwangerschaftsübelkeit möchte wohl, dass ich keinen Kaffee mehr trinke. Zumindest scheint es so. Aber anstatt mir den Appetit auf die duftenden Bohnen zu rauben oder wenigstens nach den ersten Schlucken einzusetzen, lässt sie mich immer die ganze Tasse austrinken. Erst dann wird mir plötzlich richtig übel und ich muss mir den Kaffee mit einer schönen Portion Magensäure nochmal durch den Kopf gehen lassen. Ganz toll...

Ansonsten schlafe ich schon jetzt am liebsten auf der linken Seite und bin sehr gespannt auf den (um nicht zu sagen nervös vor dem) Termin bei der Frauenärztin nächste Woche. Ich hätte im Zweifelsfall zwar kein Problem damit, aber ich habe eigentlich keine Lust darauf, mir nochmal eine andere zu suchen...

9+5

Meine Blutergebnisse sind da und soweit ist alles OK. Nur die Schilddrüsenwerte sind nicht optimal. Aber ich habe beschlossen, mich deshalb jetzt erstmal nicht stressen zu lassen. Meine Versuche, es nicht zu googlen, sind dann doch gescheitert. Aber ich habe nach "erhöhtes Fehlgeburtsrisiko" und "bei Behandlung sind keine weiteren Probleme zu erwarten" aufgehört, zu lesen. Baby bat wollte unbedingt zu uns und ist stark. Das weiß ich mit Gewissheit. Sie lässt sich von so ein paar Hormonen mehr oder weniger so schnell nicht unterkriegen. Und jetzt kümmern wir uns ja um adäquate Behandlung und dann passt das.

9+6

TSH liegt bei 4.9. Das ist schon ein bisschen zu hoch. Aber die eigentlichen Werte, also T3 und T4, sind noch im Rahmen. Also schätze ich mal, dass wir mit 50er L-Thyroxin anfangen und dann alle 4 Wochen kontrollieren werden.

Der kleine Rabe wünscht sich ganz eindeutig eine Schwester. Aber er wäre auch selbst gerne schwanger. Das ist derart süß! Besonders geht es ihm wohl darum, dass er sich auch mit Schwangerschaftsöl einschmieren will. Aber ich finde es einfach toll, wie er das alles derzeit aufnimmt.
Am vergangenen Wochenende bei Oma und Opa hat er auch die ganze Zeit mit meiner alten Puppe gespielt, sie überall mit hin getragen und sie an meiner Brust gestillt. ❤❤❤

Freitag, 26. Mai 2017

Schwangerschaftstagebuch - 8. Woche

7+0

Der zarte Hauch von schalem Biergestank mit den Morgenzigaretten der arbeitenden Bevölkerung treiben mir den Frühstückskaffee falsch herum in den Hals. Aber ich bin mitten vorm Bahnhof und muss mich auf dem Weg zur Arbeit beeilen.

Am Vorabend habe ich noch mit großem Appetit mein Essen fürs Büro eingepackt. Beim Mittagessen dann traue ich mich kaum, die Tupperdose überhaupt zu öffnen. Aus berechtigter Sorge, durch den Geruch meine Übelkeit bis zum Erbrechen zu treiben.

Statt mit meiner Familie zusammen ein leckeres und gesundes Abendessen zu genießen, spucke ich zum 3. Mal heute und lege mich vollkommen erschöpft ein bisschen hin.

Dafür schmiere ich mir um 23:00 mit riesen Hunger Brote mit extra viel Butter, nachdem mein Heißhunger auf Karottenkuchen unbefriedigt bleiben muss.

7+4

Der Rest der Woche war relativ entspannt. Mit Familienbesuch und viel zu tun. Schließlich kommt das WGT mit großen Schritten näher...

Besonders freut mich, dass ich endlich Rückmeldung von einer Hebamme aus dem Geburtshaus bekommen habe. Wir haben heute telefoniert und werden uns am 9.6. zum ersten Mal treffen. Ich bin sehr gespannt und hoffe, dass die Chemie stimmt. Ein bisschen traurig ist es ja schon, dass man sich schon so dermaßen früh darum kümmern muss - ich hatte dort schon vor 2 Wochen angefragt! Aber andererseits habe ich mir ja auch schon einen Gynäkologen gesucht (den ich noch nicht kenne und erstmal auch nur hoffen kann, dass die Chemie stimmt...)...
Und ich freue mich jetzt erstmal einfach, dass die Chancen auf Wahlfreiheit und ein positives Geburtserlebnis für mich ein Stück näher gekommen ist. Denn so, wie es beim kleinen Raben abgelaufen ist, möchte ich nicht nochmal gebären...

7+5

Ich hab Hormone. Und davon ganz schön viel... Jetzt geht es so richtig los mit der Gefühlsachterbahn. Und ich fühle mich in etwa so berechenbar wie ein pubertierender Teenie. Mit der kleinen Ausnahme, dass ich als Teenager nicht grundlos vor Rührung heulen wollte. Oder auch einfach so. Nur, um Minuten später genervt rumzuzicken.

Ich stelle mir das für meinen armen Mann sehr anstrengend vor...

7+6

Das WGT geht los. Ein bisschen wehmütig bin ich ja irgendwie schon, dass ich dieses Jahr wieder nicht viel werde feiern können. Aber was will man machen. Selbst alkoholfrei bis in die frühen Morgenstunden tanzen ist nicht drin, weil ich ständig müde bin... Dafür kommt das baby bat mit zu den Scary Bitches. So cool muss man erstmal werden! ;)



Montag, 22. Mai 2017

Hallo, du

Hallo, du kleines Menschlein.

Du kamst in der Tat ganz unerwartet zu uns. Zumindest in diesem Moment. Wir wollten dich eigentlich in ein paar Monaten zu uns einladen. Vor allem, weil deine Mama gerade erst einen neuen Job angefangen hat und noch mitten in der Probezeit steckt und eigentlich ab September / Oktober dann ein eigenes Team übernehmen sollte. Lauter so Pläne. So dumme, langeweile Erwachsenen-Pläne. Die hast du jetzt erstmal ein bisschen über den Haufen geworfen. Du wolltest halt unbedingt schon jetzt zu uns kommen.

Und wir freuen uns so sehr darüber!

Dein Papa war gleich richtig aus dem Häuschen, als wir von dir erfahren haben. Du hast einen ganz lieben Papa. Er ist nicht perfekt, aber das ist niemand. Und er hat dich und deinen Bruder und deine Mama ganz, ganz doll lieb. Er spielt schön Gitarre. In ein paar Wochen, wenn du langsam anfangen kannst, zu hören, wird er dir in Mamas Bauch etwas vorspielen. Das ist besonders deshalb schön, weil du dann ein Stück seiner Seele hören kannst. Und er kocht ganz leckere Sachen. Das wirst du auch noch merken. So ein bisschen vielleicht schon in Mamas Bauch. Also wenn das Fruchtwasser besonders lecker ist, war das mit großer Wahrscheinlichkeit dein Papa.

Du hast außerdem einen großen Bruder, der sich schon jetzt sehr auf dich freut. Dein Bruder ist noch nicht ganz 2 Jahre alt. Da versteht man noch nicht soooo viel von der Welt und der Biologie. Aber er möchte dich gerne sehen. Und er hat dir auch schon Hallo gesagt. Also zu Mamas Bauch, in dem du drin bist. Er sagt, dass du ein Schwesterchen bist. Und er möchte gerne ein Schwesterchen haben. Aber auch ein Brüderchen. Also freut er sich so oder so auf dich. Und wenn du dann später auf der Welt bist und weinen musst, dann wird er dir immer einen Kuss geben.

Und dann hast du natürlich auch noch eine Mama. Das bin ich. Ich bin auch nicht perfekt. Aber ich habe dich und deinen Bruder und deinen Papa ganz, ganz doll lieb. Von mir wirst du wahrscheinlich in den nächsten Wochen am meisten mitbekommen. Ich werde dir und deinem Bruder ganz oft vorsingen. Und ich werde ganz oft mit dir reden. Meistens ganz leise. Dann werde ich dir erzählen, was so um uns herum passiert, während du in meinem warmen Bauch schwimmst und meinem Herzschlag lauschst.

Dann wird alles ein bisschen aufregend und anstrengend. Aber du brauchst keine Angst zu haben. Wir schaffen das zusammen. Und dann können wir alle dich in den Arm nehmen und küssen und kuscheln. Du wirst sehen, das wird ganz toll.

Also, mein kleines Baby, mach es dir bitte ganz gemütlich in meinem Bauch und wachse und fühle dich wohl. Du kamst früher als geplant zu uns, aber du bist uns mehr als willkommen. Wir freuen uns sehr über und auf dich. Wir lieben dich!